Naturführer
Tiere und Pflanzen in der Bibel
Schafe und ein Löwe, ein Spatz und ein Adler, der Olivenbaum, der Weinstock und ein Senfkorn: Die Bibel steckt voller Leben. Such sie in der Landschaft, schlag den Naturführer auf und entdecke, was sie damals bedeuteten und was sie heute über Gott erzählen.
Die lebendige Landschaft
Vom verschneiten Libanon über die Wüste, die Felder und das Dorf bis zum Jordan und zum Meer: Überall versteckt sich etwas. Tippe auf ein Tier oder eine Pflanze, um seine Geschichte zu lesen, oder spiel „Such es!“.
Wische zur Seite, um die ganze Landschaft zu sehen.
Tippe auf ein Tier oder eine Pflanze in der Landschaft.
Der Naturführer
Jedes Tier und jede Pflanze hat eine eigene Seite: wo du es in der Bibel findest, was es damals war, was es im Glauben bedeutet, und etwas zum Weitererzählen.
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Schaf und Lamm
Das Tier, das in der Bibel am häufigsten vorkommt: Herde, Opfer und Bild für Gottes Volk.
Schafe kennen die Stimme ihres eigenen Hirten. Ruft ein Fremder, dann laufen sie nicht mit.
Ziege und Sündenbock
Schwarzes Haar für Zelte, Milch für jeden Tag und ein Bock, der die Schuld forttrug.
Das Wort „Sündenbock“ kommt aus der Bibel! Es ist der Bock, der am Versöhnungstag in die Wüste lief.
Esel
Das Lasttier der einfachen Leute und das Reittier eines Friedenskönigs.
Ein Esel ist klug und vorsichtig: Traut er einem Weg nicht, bleibt er einfach stehen. Darum nennen ihn die Leute stur.
Kamel
Das Schiff der Wüste und das Tier in Jesu verrücktestem Vergleich.
Ein durstiges Kamel kann in zehn Minuten mehr als hundert Liter Wasser trinken!
Ochse
Die Kraft hinter dem Pflug und das Tier an der Krippe.
Ein Joch ist ein Holzbalken über dem Nacken von zwei Ochsen. So ziehen sie zusammen, und es geht leichter.
Pferd
Das Tier des Krieges und der Könige, auf das Israel nicht vertrauen sollte.
Gottes eigenes Gedicht über das Pferd in Hiob 39 ist eines der schönsten Tiergedichte überhaupt: Das Pferd lacht über die Furcht!
Löwe
König der Tiere: Gefahr in der Wildnis und Bild für den Messias.
Das Brüllen eines Löwen ist bis zu acht Kilometer weit zu hören.
Bär
Der Syrische Braunbär: stark und gefährlich, vor allem als Mutter.
Ein Bär frisst nicht nur Fleisch: Er liebt Honig, Beeren und Nüsse.
Wolf
Der Räuber der Herde und ein Bild für falsche Führer.
Wölfe leben in einer Familie, dem Rudel, und heulen, um einander zu rufen.
Fuchs
Klein, schlau und schnell: von Simson bis König Herodes.
Ein Fuchs hört Mäuse unter der Erde piepsen und springt dann in einem Bogen obendrauf.
Hund
Kein Kuscheltier, sondern ein Streuner auf der Straße, mit einer überraschenden Ausnahme.
Auf Griechisch sagt die Frau „Hündlein“: kleine Haushunde, die unter dem Tisch warten. Das klingt viel lieber als ein Straßenhund.
Adler
Hoch über den Bergen, mit Flügeln, die tragen.
Ein Adler sieht ein Kaninchen noch aus mehr als drei Kilometern Entfernung.
Taube
Von Noahs Arche bis zur Taufe Jesu: das Zeichen des Friedens und des Geistes.
Tauben finden über Hunderte Kilometer den Weg nach Hause. Darum trugen Brieftauben früher Briefe aus.
Rabe
Ein schwarzer Vogel, der nicht zurückkam, und einer, der Brot brachte.
Raben sind superschlau: Sie lösen Rätsel und merken sich die Gesichter von Menschen.
Spatz
Das billigste Vögelchen auf dem Markt, und doch nicht vergessen.
Bei Matthäus kosten zwei Sperlinge eine Münze, bei Lukas fünf Sperlinge zwei Münzen. Den fünften bekam man gratis dazu, und selbst den vergisst Gott nicht!
Henne
Eine Glucke, die ihre Küken unter ihren Flügeln sammelt.
Bei Gefahr ruft eine Henne ihre Küken mit einem besonderen Laut, und sie rennen sofort unter ihre Flügel.
Hahn
Er krähte, und Petrus fing an zu weinen.
Ein Hahn kräht nicht nur morgens, sondern auch nachts und tagsüber. Damit sagt er: Das ist mein Platz!
Fisch
Das tägliche Brot der Fischer von Galiläa und ein geheimes Zeichen der ersten Christen.
Im See Genezareth schwimmt bis heute der Tilapia, den die Leute dort „Petrusfisch“ nennen.
Schlange
Listig im Garten, und doch ein Zeichen der Rettung in der Wüste.
Eine Schlange riecht mit ihrer Zunge! Darum streckt sie sie immer wieder kurz heraus.
Heuschrecke
Ein Schwarm, der alles kahl frisst, und eine Mahlzeit für Johannes den Täufer.
Eine Wüstenheuschrecke frisst jeden Tag ungefähr ihr eigenes Gewicht an Pflanzen.
Biene und Honig
Ein Land, darin Milch und Honig fließt: süß und voller Leben.
Für ein Glas Honig fliegen Bienen zusammen ungefähr zweimal um die Erde!
Ameise
Klein, ohne Chef, und doch klüger als ein Faulpelz.
Eine Ameise kann mehr als das Zehnfache ihres eigenen Gewichts tragen.
Leopard
Schnell, gefleckt und immer auf der Lauer.
Ein Leopard schleppt seine Beute manchmal hoch auf einen Baum, damit niemand drankommt.
Hirsch
Schnell auf den Bergen und durstig nach Wasser.
Eine Hirschkuh, also ein Hirschweibchen, klettert über steile Felsen, ohne auszurutschen.
Behemot
Das Urtier, das Gott Hiob zeigt: „das erste der Werke Gottes“.
Ein Nilpferd ist so schwer wie zwei oder drei Autos und rennt trotzdem schneller als die meisten Menschen.
Leviathan
Das Seeungeheuer, das nur Gott zähmen kann.
Ein Krokodil kann bis zu einer Stunde unter Wasser bleiben, ohne Luft zu holen.
Olivenbaum
Ein Baum, der Jahrhunderte lebt, mit Öl für Licht, Essen und Salbung.
Manche Olivenbäume in Israel sind mehr als tausend Jahre alt und tragen immer noch Oliven!
Feigenbaum
Blätter für Adam und Eva und ein Baum, an dem Jesus eine Lektion erteilte.
Ein Feigenbaum bekommt schon kleine Früchtchen, bevor seine Blätter ganz draußen sind.
Weinstock
Trauben, Wein und ein Bild der Verbundenheit: „Ich bin der Weinstock“.
Eine Rebe, die du vom Weinstock abschneidest, verdorrt innerhalb von ein paar Tagen. Nur wenn sie fest angewachsen ist, bekommt sie Saft und trägt Trauben.
Senfkorn
Das kleinste Samenkorn, das zu einer Pflanze heranwächst, in der Vögel Schutz finden.
Aus einem Samenkorn, kleiner als ein Stecknadelkopf, wächst eine Pflanze, die höher wird als dein Papa!
Weizen
Das tägliche Brot und ein Korn, das sterben muss, um Frucht zu bringen.
Aus einem Weizenkorn kann eine Pflanze mit bis zu hundert neuen Körnern wachsen. Jesus spricht im Gleichnis vom Sämann sogar von hundertfacher Frucht!
Gerste
Das Brot der Armen, als Erstes reif im Frühjahr.
Der Junge in Johannes 6 hatte kein Luxus-Pausenbrot dabei: Gerstenbrot war Essen für arme Leute. Jesus machte daraus ein Festmahl!
Lilie auf dem Feld
Wilde Blumen, schöner gekleidet als König Salomo.
Im Frühjahr färbt die rote Anemone ganze Hügel in Israel rot. Heute ist sie dort die Nationalblume.
Zeder des Libanon
Der Riese der Berge, aus dem Salomo den Tempel baute.
Eine Libanonzeder kann mehr als tausend Jahre alt und bis zu vierzig Meter hoch werden.
Ysop
Ein Büschel Kraut, mit dem das Blut des Passalamms gestrichen wurde.
Biblischer Ysop ist mit Oregano verwandt, dem Kraut auf deiner Pizza!
Dattelpalme
Süße Datteln, gerade Stämme und Zweige für einen König.
Eine Dattelpalme kann bis zu hundert Kilo Datteln im Jahr tragen.
Mandelbaum
Der erste Baum, der im Winter aufwacht: „der Wächter“.
Der Stab Aarons schaffte in einer Nacht, wofür ein Baum Monate braucht: Knospen, Blüten und reife Mandeln!
Myrrhe
Bitteres, duftendes Harz: Geschenk bei der Geburt, Salbe am Grab.
Ritzt man die Rinde des Myrrhenstrauchs ein, tropft Saft heraus, der zu duftenden Steinchen hart wird.
Weihrauch
Weißes, duftendes Harz, das aufsteigt wie ein Gebet.
Weihrauch kommt von einem Bäumchen, das auf kahlen Felsen wächst, im Oman, im Jemen und in Somalia.
Dornen und Disteln
Was der Acker nach dem Sündenfall hervorbringt, und eine Krone für den König.
Der Dornbusch, aus dem Gott zu Mose sprach, brannte, aber verbrannte nicht. Mose zog davor seine Sandalen aus.
Akazie
Das harte Wüstenholz der Bundeslade und der Stiftshütte.
Die Akazie hat lange Stacheln, damit Tiere ihre Blättchen nicht einfach auffressen.
Maulbeerfeigenbaum
Ein breiter Baum mit tief hängenden Ästen: perfekt für einen kleinen Mann, der Jesus sehen will.
In Jericho steht ein alter Maulbeerfeigenbaum, den die Leute „den Baum des Zachäus“ nennen. Ob es wirklich dieser Baum ist, weiß niemand.
Schilfrohr
Das biegsame Schilfrohr am Fluss, das Jesus nicht zerbricht.
Aus Papyrus, einer Art Schilf, machten Menschen das erste Papier. Das Wort „Papier“ kommt sogar davon!
Flachs
Blaue Blümchen auf dem Feld, weißes Leinen für Priester.
Der Kalender von Geser, ein Steintäfelchen von fast dreitausend Jahren, nennt „einen Monat Flachsraufen“.
Granatapfel
Eine Frucht voller Kerne, am Mantel des Hohepriesters.
In einem Granatapfel stecken Hunderte Kerne. Zähl sie doch mal!
Baum des Lebens
Von der ersten bis zur letzten Seite: der Baum, der Leben gibt.
In der Offenbarung trägt der Baum des Lebens zwölfmal im Jahr Frucht: jeden Monat wieder!
Das Jahr des Bauern
Das Land der Bibel kennt keine vier Jahreszeiten wie wir, sondern zwei: einen nassen Winter und einen trockenen Sommer. Alles hängt am Regen: am Frühregen im Herbst, an den Winterregen und am Spätregen im Frühjahr. Dazwischen folgen die Ernten aufeinander, und die großen Feste fallen genau hinein: Passa bei der Gerste, das Wochenfest beim Weizen, das Laubhüttenfest bei den Trauben und dem Obst.
Der Kalender von Geser, ein Kalksteintäfelchen aus der Zeit der Könige, zählt das Bauernjahr so auf: zwei Monate Ernte, zwei Monate Aussaat, zwei Monate Spätsaat, ein Monat Flachs, ein Monat Gerste, ein Monat Ernte und Fest, zwei Monate Rebschnitt, ein Monat Sommerobst. Die Monate unten sind ungefähre Angaben.
Auf dem Feld
Gerstenernte
Apr
Um das Passafest ist die Gerste reif. Die erste Garbe wird als Erstlingsgabe zu Gott gebracht. Rut kam in Bethlehem an, als die Gerstenernte begann.
Die Gerste ist als Erstes reif. Das erste Büschel ist ein Geschenk für Gott.
- Gerste
Wer bin ich?
Ein Tier oder eine Pflanze erzählt etwas über sich. Errätst du es nach dem ersten Hinweis? Dann bekommst du drei Punkte.