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7 Tage

Psalmen für schwere Tage

Sieben Psalmen in sieben Tagen, für alle, die müde, ängstlich oder traurig sind: von „Wie lange noch?“ bis „Der Herr ist mein Hirte“.

Etwa ein Drittel der Psalmen sind Klagelieder. Sie zeigen, dass du mit allem zu Gott kommen darfst, auch mit Wut und Fragen. Lies jeden Tag einen Psalm, langsam und am besten laut. Du musst nicht sofort getröstet sein: Auch die Psalmen nehmen sich Zeit. Wenn es wirklich zu schwer ist, sprich auch mit jemandem, dem du vertraust.

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Mit Tag 1 beginnen
  1. Wie lange noch?

    Viermal fragt David „wie lange?“. Wie lange vergisst Gott ihn, wie lange die Sorge in seinem Herzen? Der Psalm beginnt ohne höfliche Einleitung und endet doch im Vertrauen: „ich will singen“. Dazwischen steht keine Lösung, nur die Entscheidung, weiter auf Gott zu zählen.

    Welches „wie lange?“ würdest du Gott heute sagen?

  2. Durst nach Gott

    Ein Hirsch, der nach Wasser lechzt: So sehnt sich der Dichter nach Gott. Er ist fern vom Tempel, und man spottet: „Wo ist nun dein Gott?“ Zweimal spricht er sich selbst zu: Was betrübst du dich, meine Seele? Psalm 43 hat denselben Kehrvers; viele Ausleger meinen, 42 und 43 waren ursprünglich ein Lied.

    Der Dichter redet mit seiner eigenen Seele. Was möchtest du dir heute sagen?

  3. Eine schlaflose Nacht

    Asaf liegt nachts wach und findet keine Ruhe. Hat Gott seine Güte vergessen? Dann beginnt er sich zu erinnern: was Gott früher tat, den Weg durch das Meer beim Auszug. Die Trauer ist nicht weg, aber sein Blick wandert von sich selbst zu dem, was Gott getan hat.

    Was hat Gott in deinem Leben oder im Leben anderer schon getan?

  4. Der dunkelste Psalm

    Das ist der einzige Psalm, der im Dunkeln endet, ohne Lob und ohne Wende. Heman fühlt sich halb tot und allein. Dass ein solches Gebet in der Bibel steht, ist selbst ein Trost: Wer nur noch klagen kann, betet noch. Er sagt es weiter zu Gott.

    Was bedeutet es dir, dass ein Gebet ohne Happy End in der Bibel steht?

  5. Aus der Tiefe

    Ein Wallfahrtslied: „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“. Der Dichter wartet auf den Herrn, mehr als die Wächter auf den Morgen. Er weiß: Bei Gott ist Vergebung. Martin Luther machte daraus eines seiner bekanntesten Lieder („Aus tiefer Not“).

    Worauf wartest du? Und wie wäre es, dieses Warten zu Gott zu bringen?

  6. Eine feste Burg

    Auch wenn die Erde bebt und die Berge ins Meer sinken: Gott ist Zuversicht und Stärke. In der Mitte steht ein stiller Satz: „Seid stille und erkennet, dass ich Gott bin“. Luther dichtete zu diesem Psalm „Ein feste Burg ist unser Gott“.

    Was würde „still werden“ heute für dich bedeuten, mitten in dem, was geschieht?

  7. Der Herr ist mein Hirte

    Das bekannteste Lied der Bibel geht nicht um die Täler herum: „und ob ich schon wanderte im finstern Tal“. Der Hirte geht mit. Am Ende deckt er sogar einen Tisch, während die Feinde zusehen. Jesus nennt sich später den guten Hirten (Johannes 10).

    Welches Bild aus diesem Psalm nimmst du mit in die kommende Woche?

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