10 Tage
Die Briefe als echte Briefe
Philipper, Philemon und 1. Thessalonicher in zehn Tagen: Post von Paulus an Menschen, die er kannte und vermisste.
Die Briefe in der Bibel sind echte Briefe, mit Absender, Grüßen und persönlichen Sorgen. Am besten liest du sie in einem Zug, so wie die ersten Leser sie hörten: laut vorgelesen in einem Wohnzimmer. Darum ein Kapitel pro Tag, und wo es geht der ganze Brief. Lies Apostelgeschichte 16 und 17 dazu: Dort steht, wie die Gemeinden in Philippi und Thessalonich begannen.
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- Tag 1Philipper 1 lesen
Ein Brief aus dem Gefängnis
Paulus ist gefangen, wahrscheinlich in Rom (manche denken an Ephesus oder Cäsarea). Trotzdem dankt er Gott für die Menschen in Philippi, die erste Gemeinde, die er in Europa gründete (Apostelgeschichte 16). Leben oder sterben, es ist ihm gleich: „Christus ist mein Leben“.
Paulus ist dankbar für Menschen. Für wen bist du heute dankbar?
- Tag 2Philipper 2 lesen
Das Lied vom demütigen Christus
In der Mitte steht ein Lied (2,6–11), vielleicht schon von den ersten Christen gesungen: Christus machte sich klein, wurde Mensch und starb am Kreuz, und Gott hat ihn erhöht. Paulus sagt: So sollt ihr miteinander umgehen.
Wo könnte „den anderen höher achten als sich selbst“ diese Woche konkret werden?
- Tag 3Philipper 3 lesen
Alles Verlust, um Christi willen
Paulus zählt auf, worauf er früher stolz war: seine Herkunft, seine Frömmigkeit. Jetzt nennt er das Verlust, verglichen damit, Christus zu kennen. Er ist noch nicht am Ziel, sagt er, aber er jagt ihm nach, wie ein Läufer.
Woher nimmst du deinen Wert? Und was würde es bedeuten, ihn in Christus zu finden?
- Tag 4Philipper 4 lesen
Freut euch allezeit
Paulus bittet zwei Frauen, Evodia und Syntyche, Frieden zu schließen. Er dankt für eine Gabe und schreibt, dass er gelernt hat, zufrieden zu sein, im Mangel und im Überfluss. Dahin gehört 4,13: „Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht“, kein Sportmotto, sondern Zufriedenheit.
Paulus hat Zufriedenheit „gelernt“. Was hilft dir, sie zu lernen?
- Tag 5Philemon 1 lesen
Ein Brief über einen Sklaven
Der kürzeste Brief des Paulus. Onesimus, ein Sklave des Philemon, ist bei Paulus gelandet und Christ geworden. Paulus schickt ihn zurück mit einer Bitte: Nimm ihn nicht mehr als Sklaven auf, sondern als geliebten Bruder (Vers 16). Wie es ausging, wissen wir nicht sicher.
Was verändert sich zwischen Menschen, wenn sie einander als Bruder oder Schwester in Christus sehen?
Weg von den Götzen
Wahrscheinlich der älteste Brief des Paulus, den wir haben, um 50 n. Chr., und damit einer der ältesten Texte des Neuen Testaments. Die Gemeinde in Thessalonich ist jung: Menschen, die sich „von den Götzen zu Gott bekehrt“ haben und nun auf Jesus warten.
Woran würden Menschen merken, dass du auf Jesus wartest?
Wie eine Mutter, wie ein Vater
Paulus musste die Stadt schnell verlassen (Apostelgeschichte 17). Er verteidigt sich gegen üble Nachrede und erzählt, wie er bei ihnen war: sanft wie eine Mutter, die ihre Kinder pflegt, ermutigend wie ein Vater. Er arbeitete Tag und Nacht, um niemandem zur Last zu fallen.
Von wem hast du den Glauben gelernt? Wie haben sie das gemacht?
Gute Nachricht von Timotheus
Paulus hielt es nicht mehr aus und schickte Timotheus, um nachzusehen, wie es ihnen ging. Der kommt mit guter Nachricht zurück: Sie stehen fest. Paulus ist erleichtert und betet, dass ihre Liebe noch wächst. Ein Brief voller Sorge und Freude, wie unter Freunden.
Für wen könntest du diese Woche beten, oder nach wem könntest du fragen?
Die Entschlafenen
Einige Gläubige sind gestorben, und die anderen fragen sich, was mit ihnen geschieht, wenn Jesus wiederkommt. Paulus tröstet: Wer in Jesus entschlafen ist, geht nicht verloren. Wie man die Bilder von der Wiederkunft genau lesen soll, darüber sind Christen unterschiedlicher Meinung; der Trost ist für alle derselbe.
Paulus sagt: „Tröstet euch untereinander mit diesen Worten.“ Wen könntest du trösten?
Betet ohne Unterlass
Der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb in der Nacht, darum bleibt wach. Dann eine Reihe kurzer Aufträge: Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen. Und ein Gruß: „Grüßt alle Brüder mit dem heiligen Kuss.“ So endet ein echter Brief.
Welchen der kurzen Aufträge am Schluss möchtest du diese Woche üben?